Die Route steht meistens schnell fest. Die eigentliche Entscheidung ist die Kabine, und dort machen die meisten denselben Fehler: Sie schauen auf die Kategorie und nicht auf die Lage.
Deck: die Mitte ist ruhiger als das Geld
Je weiter oben eine Kabine liegt, desto teurer ist sie in der Regel. Und desto stärker spürt man Bewegung. Wer empfindlich ist, fährt mittschiffs auf einem mittleren Deck deutlich angenehmer als in der teureren Kabine ganz oben vorn.
Achten Sie außerdem darauf, was über und unter Ihnen liegt. Eine Kabine unter dem Pooldeck bedeutet Stühlerücken ab sechs Uhr morgens. Eine Kabine über einem Theater oder Clubbereich bedeutet Bass bis nach Mitternacht.
Lage: Balkon ist nicht gleich Balkon
Ein Balkon lohnt sich fast immer, aber nicht überall gleich. Auf Routen mit viel Seetag und gutem Wetter ist er das Geld wert. Auf Expeditionsrouten in kalten Regionen sitzt man seltener draußen, als man denkt, und die Panoramafenster im Gemeinschaftsbereich sind besser.
Prüfen Sie auch, ob der Balkon einsehbar ist. Auf manchen Schiffen liegen die Balkone der oberen Decks so, dass man von oben hineinschaut.
Ausrichtung: Backbord oder Steuerbord kann den Unterschied machen
Bei Routen, die überwiegend in eine Richtung an einer Küste entlangfahren, sehen Sie von einer Seite deutlich mehr. Bei Fjordfahrten und Küstenrouten ist das ein echter Unterschied. Bei Rundrouten spielt es dagegen kaum eine Rolle.
Die häufigsten teuren Irrtümer
- Suite gebucht, aber unter dem Buffetrestaurant.
- Balkon gebucht auf einer Route, auf der es dafür zu kalt war.
- Günstige Innenkabine ganz vorn, bei einer Überfahrt mit Seegang.
- Kabine mit eingeschränkter Sicht gebucht, ohne zu wissen, wie stark eingeschränkt.
Was ich empfehle
Fragen Sie nicht nach der besten Kabine, sondern nach der besten Kabine für Ihre Route und Ihre Empfindlichkeit. Ich empfehle deshalb immer konkrete Kabinennummern statt Kategorien, und ich sage auch dazu, wo sich der Aufpreis nicht lohnt.



